Freitag, 20. November 2009
Sterne übersetzen
adel-livre, 10:15h
...bernd-buch hat recht: Sternes "empfindsame Reise" beginnt ganz erfrischend unvermittelt, ganz modern, mit den drei Punkten, die so deutlich signalisieren, dass der Verfasser (und sein Leser?) mitten im Leben stehen, wenn die Erzählung einsetzt.
Und super, dass ein Reisebuch mit dem schönen Gedanken beginnt, dass man halt reisen müsse, damit die Leute die Ansichten ernst nehmen, die man über ein anderes Land äußert. Motto: Waren Sie denn überhaupt schon dort? (Die Autorität der Verfasserin dieses blogs ist zum Beispiel immens gewachsen, seit sie einen 48-stündigen Indien-Aufenthalt vorweisen kann. Falls es übrigens mit dem Bloggen wie mit dem Reisen geht: Nun habe ich auch einen ersten Blog vorzuweisen...)
Zurück zu Sterne: Der Leser der deutschen Übersetzung der "Sentimental Journey" darf nicht so unvermittelt mitten in das lebendige Buch springen: Er muss sich zuerst durch den süßen Brei von Bodes Vorwort kämpfen, ehe er mit Sterne zusammen das Schlaraffenland (Frankreich...) erreicht. Der "Literaturzirkel Berlin" befand deshalb bei seinem gestrigen Wochentreffen: Leichter wäre der Einstieg ohne das Vorwort des Übersetzers.
Ob es auch mit einer anderen Übersetzung leichter wäre, beim Lesen am Ball zu bleiben, konnten wir nicht entscheiden: Es gibt sie nicht! (Warum eigentlich nicht? War das Buch lange Zeit vergessen, oder galt Bode als so große Autorität, dass sich keiner traute? Ein Mini-Probekapitel aus RICHmond wäre jedenfalls eine echte BeREICHerung...)
Und super, dass ein Reisebuch mit dem schönen Gedanken beginnt, dass man halt reisen müsse, damit die Leute die Ansichten ernst nehmen, die man über ein anderes Land äußert. Motto: Waren Sie denn überhaupt schon dort? (Die Autorität der Verfasserin dieses blogs ist zum Beispiel immens gewachsen, seit sie einen 48-stündigen Indien-Aufenthalt vorweisen kann. Falls es übrigens mit dem Bloggen wie mit dem Reisen geht: Nun habe ich auch einen ersten Blog vorzuweisen...)
Zurück zu Sterne: Der Leser der deutschen Übersetzung der "Sentimental Journey" darf nicht so unvermittelt mitten in das lebendige Buch springen: Er muss sich zuerst durch den süßen Brei von Bodes Vorwort kämpfen, ehe er mit Sterne zusammen das Schlaraffenland (Frankreich...) erreicht. Der "Literaturzirkel Berlin" befand deshalb bei seinem gestrigen Wochentreffen: Leichter wäre der Einstieg ohne das Vorwort des Übersetzers.
Ob es auch mit einer anderen Übersetzung leichter wäre, beim Lesen am Ball zu bleiben, konnten wir nicht entscheiden: Es gibt sie nicht! (Warum eigentlich nicht? War das Buch lange Zeit vergessen, oder galt Bode als so große Autorität, dass sich keiner traute? Ein Mini-Probekapitel aus RICHmond wäre jedenfalls eine echte BeREICHerung...)
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